Antsara – Das Tal der Schönheit

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Antsara, das „Tal der Schönheit“, liegt zwischen unseren beiden Stränden von Ampohana und Amparafa, eingebettet in die wunderschöne Natur Madagaskars. Das Tal bildet für PARADISA a world apart den perfekten Ausgangspunkt für verschiedene Pilotprojekte und einen weiteren Vernetzungsort für die Verbindung zwischen uns und den Madagassen aus den umliegenden Dörfern. Ein Raum, in dem Ideen, Visionen und Wissen ausgetauscht werden und frei fließen können.

1. Was ist in Antsara geplant?

Antsara ist das Tal, in dem unsere Permakultur entsteht. Es erstreckt sich über insgesamt acht Hektar Land und bietet fruchtbare Böden, natürliche Wasserquellen und eine wirklich wunderschöne Lage, um den nachhaltigen Anbau, die geplanten Food Forests und die gemeinsamen Projekte mit der lokalen Bevölkerung, umzusetzen. Zur Permakultur gehört allerdings nicht nur der Anbau von Gemüse, Kräutern und Früchten, sondern auch die Aufzucht von Bäumen, die im Rahmen des Aufforstungsprojekts der Schreinerei getopft und später eingepflanzt werden.

Ziel von PARADISA a world apart ist es, innerhalb von fünf Jahren komplett autark zu sein in der Lebensmittelproduktion und unabhängig von Lieferketten. Antsara soll ein Ort sein, an dem das Ursprüngliche beibehalten wird, in Form von nachhaltigem Anbau, einem bewussten Austausch mit und in der Natur, wie auch der Verbindung zwischen uns und den Locals.

2. Permakultur/ Erster Siedler

Seit zwei Wochen beheimatet der Antsara – Hof seinen ersten Siedler: Fidelius organisiert die praktische Umsetzung, koordiniert die Gärtner und Arbeiter vor Ort und blüht auf dabei, Stecklinge und Samen zu pflanzen, großzuziehen und eigene Experimente mit verschiedenen Anbauten zu starten.

Neben Reis, Hülsenfrüchten, zahlreichen Gemüse – und Obstsorten, sowie Heilkräutern und Gewürzen, findet man in Antsara auch tierische Mitbewohner. Hühner, Enten und Ziegen sind bereits hier, Zebus, Pferde, Schafe und Katzen werden zukünftig auch eine Heimat auf dem Antsara – Hof finden.

In dem folgenden Video führt dich Fidelius in Antsara herum und erklärt nochmal im Detail, wie die Umsetzung des Antsara – Pilotprojekts aussieht.

1. Gemeinschaftsküche & Food Forest

Eine große Außenküche ermöglicht die Umsetzung verschiedener Projekte, der Veranstaltung von Workshops oder gemeinsamem Kochen und Backen direkt in der Natur. Geplant ist unter anderem die Herstellung von Soßen und Aufstrichen, die frisch zubereitet werden aus saisonalen, regionalen und im Eigenanbau angepflanzten Erträgen, die frisch geerntet und verarbeitet werden.

Den Frauen aus den Nachbardörfern wird die Außenküche auch ein Raum sein, den sie für sich nutzen dürfen. Ziel ist es, mit Antsara einen interkulturellen Berührungspunkt zu schaffen, der unseren madagassischen Nachbarn die Möglichkeit bietet, an den Ressourcen, die wir mitgebracht haben zu profitieren, wie auch wir von ihrem Wissen und ihren Ideen von nachhaltiger Landwirtschaft und dem Anbau von regionalen Lebensmitteln lernen können. Der Food Forest ist ein sehr eng mit der Permakultur verbundenes Projekt und trägt seine Wurzeln in der Idee, Landwirtschaft nach dem Vorbild der Natur zu betreiben. Nach diesem Konzept wird auch die Permakultur aufgebaut. Die Idee ist, das Ziel unserer Ernährungssouveränität damit zu verbinden, der Natur, der Biodiversität und den Wäldern nachhaltig zu helfen sich zu regenerieren. Auf diese Weise können wir beides miteinander vereinen: den Lebensraum für die Natur und die Pflanzen zu erhalten und zu erschaffen und gleichzeitig auch leckere Fülle entstehen zu lassen. Der kleine Wald neben Antsara bildet das Pilotprojekt eines ersten Food Forests, weitere werden in Amparafa und in den umliegenden Regionen entstehen. Die Schattenspender sind schon vorhanden, Kräuter und essbare Pflanzen, beispielsweise Maracuja, Papaya und andere einheimische Früchte, werden noch nachträglich eingepflanzt.

2. Das Aufforstungsprojekt der Schreinerei

Was uns in der Schule beigebracht wurde, nämlich dass Madagaskar über 80% Wald ist, stimmt schon lange nicht mehr. Abholzung ist auch hier ein großes Thema, da vor allem für den Bau und die Kohleproduktion viel Holz gerodet wird und Madagaskar dieses auch ins Ausland importiert. Um ein Dorf des Umfangs der Vision der PARADISA Beach Village bauen zu können, ist natürlich auch unsere Schreinerei auf diesen wichtigen Rohstoff angewiesen. „Der Flow des Lebens folgt dem Geben und Nehmen“, weswegen die Schreinerei der Natur zurückgibt und sie unterstützt mit einem Aufforstungsprojekt, welches folgendermaßen funktioniert:

Für jedes Brett, dass die Schreinerei verkauft, werden 1.000 Ariary (ca 20 Cent) Aufschlag verlangt, welche in Samen für Bäume investiert werden, die in Antsara aufgezogen und später zur Wiederaufforstung eingepflanzt werden. Dieses vor allem in Gebieten, die für die Kohleproduktion und zur Gewinnung von Baumaterial bereits massiv abgeholzt wurden. Über die Permakultur und auch in Verbindung mit den Food Forests ist das Ziel, nicht nur einfache Monokulturen, sondern nachhaltige Wälder zu pflanzen, die auch der Natur Mehrwert bringen in ihrer Vielfalt.
Auch hier stehen wir in Verbindung mit den Locals und lassen sie an unseren Ressourcen teilhaben: Es gibt ein Werkzeuglager in der Schreinerei, aus dem sich die Locals Werkzeug ausleihen können. Das Werkzeug kann von allen als Gemeinschaft genutzt werden, so auch die Outdoorküche in Antsara, die wie bereits erwähnt, den einheimischen Frauen für ihre eigenen Projekte zur Verfügung stehen wird.

3. Susannes Moringabaum – Projekt

Die Natur Madagaskars bietet eine Vielfalt an natürlichen Heilmitteln. Unsere Paradisianerin Susanne befasst sich leidenschaftlich gerne mit diesen Möglichkeiten der ursprünglichen Medizin und möchte nun auch unseren madagassischen Nachbarn, die Wirkung dieser Pflanzen wieder näherbringen in Form von einem ganz besonderen Projekt: Jede Familie bekommt einen Moringa Baum geschenkt und wird über den Einsatz der Pflanze und ihrer Wirkung als Heilmittel und Prophylaxe, aufgeklärt.

Der Moringa Baum (oder auch: Moringa oleifera), wird oft auch als „Wunderbaum“ und „Baum des Lebens“ bezeichnet, wächst sehr schnell (bis zu vier Meter pro Jahr) und ist nachweislich einer der nährstoffreichsten und vielseitigsten Heilpflanzen der Welt. Moringa wurde bereits erfolgreich eingesetzt bei mangelernährten, kränkelnden Kindern, die sich durch die Einnahme der Moringapflanze zu gesunden, vitalen Erwachsenen entwickelt haben. Auch als Heilmittel gegen (Tropen) – Krankheiten, wie zum Beispiel Malaria, kommt sie zum Einsatz.

Trotz all ihres Wissens über Wirkweisen der hier heimischen Pflanzen, ist diese Vielfalt des Moringas hier noch nicht so bekannt. In Äthiopien, im Kongo und Uganda gibt es bereits wunderbare Projekte, um mangelernährte Menschen gesundheitlich zu unterstützen. Dort gilt ein eigener Moringabaum als Reichtum. Diesen Schatz wird dank Susanne schon bald auch jeder unserer Nachbarn sein eigen nennen können.

Des Weiteren findet man in Susannes Garten auch die Pflanze Artimisia Annoa A3, eine der wirkvollsten Heilpflanzen, die auf der Welt bekannt ist. Der Anbau der Pflanze funktioniert sehr gut, berichtet sie, die ersten Anbauversuche seien hervorragend.

Zur Naturmedizin. In Madagaskar gibt es für jedes Medikament der Pharmaindustrie mindestens ein Äquivalent aus der Natur. Dazu wird es in einigen Monaten einen eigenen Blogartikel geben. Die erste kleine Klinik, die wir hier aufbauen, wird mit beiderlei Medikamenten arbeiten. Doch dazu wie gesagt später mehr...

Falls unser Permakultur – Projekt dein Interesse geweckt hat, gibt es die Möglichkeit, uns HIER vor Ort als Volonteer zu unterstützen!


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